Vom Familiengarten zum südmährischen Hang
Drei Generationen, ein Hügel, eine Überzeugung: Wein wird nicht gemacht — er entsteht von selbst. Unsere Aufgabe ist es, nicht zu bremsen.

Der Anfang: sechzehn Reihen und ein großer Traum
Miroslav Horeček pflanzte die ersten Reben an einem Hang namens Roter Hügel — damals noch ein Hobby, ein paar Hektar roter Boden, eine Lage voller südwestlicher Sonne. Niemand glaubte, dass daraus ein Unternehmen werden würde.
In der Garage stand ein Edelstahltank. Das Abfüllen erfolgte von Hand, die Etiketten klebte er mit seiner Frau Hana am Küchentisch. Der erste Jahrgang — 1.200 Flaschen — war innerhalb von drei Wochen an Nachbarn und Freunde verkauft.
Keller im Fels und das erste Gold
Nach sechzehn Jahren kam die Entscheidung: einen eigenen Keller bauen, direkt in den Hang gehauen. Drei Jahre Bauzeit, Temperatur 12 °C das ganze Jahr, Stille nur unterbrochen vom Klopfen der Holzfässer.
2005 erhielt der Welschriesling 2003 eine Goldmedaille auf der Vinex Brünn. Die Telefone begannen zu klingeln. Statt viertausend Flaschen mussten plötzlich viermal so viele abgefüllt werden.


Neue Generation, alte Wurzeln
Tochter Karolína studierte Önologie in Wien und kehrte mit neuem Wissen zurück — aber ohne den Wunsch, alles umzubauen. „Papa macht Wein richtig. Ich füge nur ein paar Fragezeichen hinzu“, sagt sie. Es entstand die neue Linie Záhony — Parzellenweine aus einzelnen Lagen.
Jede Flasche der Linie Záhony trägt die genauen GPS-Koordinaten der Parzelle, das Pflanzjahr, die Bodenbeschaffenheit. Wein als Dokument der Landschaft.
— Karolína Horečková

